Wie finde ich eine Puzzlematte ohne Schadstoffe?
Vollständig schadstofffrei ist kein Produkt, und kein Siegel sagt das aus. Woran du dich orientieren kannst, sind Prüfberichte nach EN 71-3, das GS-Zeichen und der Geruchstest nach dem Auspacken.
Eine schadstoffgeprüfte Puzzlematte erkennt man an drei nachprüfbaren Merkmalen: einem Prüfbericht nach EN 71-3 oder einem GS-Zeichen, einer vollständigen Herstellerangabe mit erreichbarem Inverkehrbringer in der EU und dem Geruchstest nach dem Auspacken. Aufdrucke wie „schadstofffrei“ ohne Prüfbezug sind keine Belege.
Es fängt schon bei der Babybekleidung an, die man auf Anraten anderer Eltern oder durch das Lesen von Fachbüchern lieber zweimal vorwäscht bevor man sie dem Nachwuchs anzieht. Wer kann weicht auf bereits getragene Babywäsche aus um Schadstoffen zu entgehen.
Was soll man aber bei Spielzeug wie zum Beispiel Puzzlematten machen, die man nicht so einfach waschen und damit von Schafstoffen befreien kann? Hier ist es wichtig, gleich von Anfang an keine Gegenstände für das Kind ins Haus zu holen, die mit Schadstoffen belastet sind.
Aber wie erkennt man ein geeignetes Produkt und eine Puzzlematte ohne Schadstoffe ? Schließlich sind Babys und kleine Kinder noch viel sensibler und empfindlicher wenn es um Chemikalien geht und sie neigen leider dazu, alles in den Mund zu nehmen. Hier ein paar Hinweise:
CE-Kennzeichen sind kein Garant
Zwar unterliegen Spielzeuge gesetzlichen Bestimmungen, trotzdem weisen Test immer wieder erhöhte Schadstoffwerte in Kinderspielzeug nach. Die EU-Richtlinien für Spielzeug sind streng und werden durch das CE-Kennzeichen symbolisiert. Trägt ein Produkt diese Kennung, kann man davon ausgehen, dass es den Richtlinien entspricht.
Jedoch ist es so, dass die Hersteller selbst für die Anbringung dieser CE-Kennung verantwortlich sind. Es gibt dann auch keine unabhängige Prüfstelle, die das Produkt noch einmal hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten überprüft. Hier gibt es andere Anhaltspunkte, die man beim Kauf von Spielzeug beachten sollte.
Orientierung an anderen Kennungen ist hilfreich
Textile Materialien wie Krabbeldecken sind gut eingeordnet, wenn sie das Oeko-Tex-Standard-100-Siegel tragen. Für Schaumstofffliesen ist dagegen EN 71-3 die passende Prüfgrundlage — das Siegel stammt aus der Textilprüfung. Gut ist hierbei auch die Orientierung an jedem anderen Biozertifikat, wie zum Beispiel das IVN Best, GOTS und Andere.
Gut ist es auch, wenn man sich das Erzeugerland ansieht. Produkte aus China sind leider erfahrungsgemäß meist höher belastet als ein Produkt aus Deutschland, dass vielleicht sogar noch mit heimischen Rohstoffen hergestellt wurde.
Ein Blick auf die Zusammensetzung des Produktes verrät außerdem, ob es PVC enthält. Dieses Material sollte man unbedingt meiden, da es Weichmacher enthält. Meiden sollte man außerdem auch BPA, PAK oder Phthalate, die nichts in einem Produkt für Kinder zu suchen haben sollten.
Puzzlematte ohne Schadstoffe
Bei den Puzzlematten ist es gut, wenn man auf EVA- Schaum setzt, der hautfreundlich ist und keine Schadstoffe enthält. Wer sich genauer informieren will, kann sich im Internet unter verschiedenen Produkttestseiten genauer einlesen, wobei bisher erst Oekotest einen Puzzlematten- Test gemacht hat und Empfehlungen abgeben kann.
Das Material EVA ist Ethyl-Vinylacetat-Schaum und wird auch Moosgummi genannt. Er gilt als einer der unbedenklichsten Schaumstoffvarianten.
Bei der Puzzlematte sollte man jedoch darauf achten, dass sie robust gefertigt ist und sich keine kleinen Teile ablösen, die verschluckt werden könnten, denn das ist selbst bei EVA-Schaum nicht unbedenklich.
Veröffentlicht am 15.1.2018 · zuletzt aktualisiert am 4.8.2026